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Umweltschutz im Jugendheim in Cassel


Keiner kann die Umweltprobleme allein bewältigen, auch wir nicht. Es kann jedoch jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag zur Senkung von Umweltbelastungen leisten. Die nachfolgende Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wasser, Abwasser: Der durchschnittliche Wasserverbrauch in den Haushalten pro Tag und Einwohner liegt bei fast 150 Litern. Durch den sparsamen Umgang mit Wasser und einem vorsichtigen Einsatz abwasserbelastender Stoffe kann jeder einen Beitrag zum Schutz der Wasserressourcen leisten.

  • Alle Toilettenspülkästen verfügen über Spartasten bzw. Stoptasten, mit denen die Spülung abgebrochen werden kann. In der Jungentoilette steht darüber hinaus ein Urinal zur Verfügung.
  • An allen 15 Waschbecken wurden Perlatoren und in den 8 Duschen Durchflussbegrenzer angebracht, die den Durchgangsquerschnitt mit zunehmendem Wasserdruck verringern und damit den Verbrauch um fast 50 % reduzieren.
  • Alle Waschbecken verfügen über Einhandhebelmischer, alle Duschen über Thermostatventile. Eine elektronisch gesteuerte Umwälzpumpe gewährleistet tagsüber die Zirkulation des Warmwassers durch die optimal isolierten Zuleitungen. Auch nach längeren Nutzungspausen fließt dadurch nach etwa 5 Sekunden warmes Wasser aus jeder Zapfstelle. Dadurch wird eine unnötige Wasserverschwendung durch die Regulierung der Wassertemperatur und Wartezeiten vermieden. Auf eine elektrische Begleitheizung wurde verzichtet. Die elektronische Umwälzpumpe schaltet sich in der Nacht ab.
  • Moderne Geschirrspülgeräte und Waschmaschinen reduzieren ebenfalls den Wasserverbrauch erheblich.
  • Zur Reinigung der Küche und der Sanitäranlagen im Erdgeschoss steht ein Hochdruckreiniger zur Verfügung. Der Wasserdurchlauf wird reduziert und auf aggressive Reinigungsmittel kann verzichtet werden. Ein einfaches Spülmittel zur Fettlösung kann dem Wasser in geringen Dosierungen beigemischt werden.
  • Die Grünflächen und die standortgerechte Bepflanzung (Hecken, Sträucher, Bäume) sind an die Niederschlagsverhältnisse in der Region gewöhnt und werden auch im Sommer nicht künstlich bewässert.

Energie: Bei der Umwandlung von Kohle, Erdöl und Erdgas in Strom werden jährlich über 20 Gigatonnen (20.000.000.000 Tonnen) Kohlendioxid freigesetzt, die für den Treibhauseffekt mit verantwortlich sind.
  • Unser Stromlieferant bezieht seinen Strom aus regenerativen Quellen wie Wasser-, Biomasse- und Windkraftwerken (90%) sowie den besonders effizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (10%). Die CO2-Emissionen liegen so um zwei Drittel unter denen der durchschnittlichen Stromerzeugung. 25% des Unternehmensgewinns des Energieerzeugers investiert er in Klimaschutzprojekte.
  • Allen Nutzern des Jugendheims berechnen wir auf den Strompreis von etwa € 0,17 pro kWh noch einen Zuschlag von 25 %, mit dem energiesparende Projekte im Jugendheim finanziert werden.
  • 1995 wurde ein heizölbetriebener Niedertemperaturkessel eingebaut, der die Beheizung aller Räume und die Warmwassererwärmung (15 Waschbecken, 8 Duschen, 2 Spülbecken, Hochdruckreiniger und Gastronomiegeschirrspüler) ermöglicht.
  • Die Heizungsanlage wird über ein Kommunikationsmodul ferngesteuert. Dadurch kann ein unnötiger Betrieb trotz der unregelmäßigen Belegung vermieden werden.
  • Auf die Beheizung einzelner Räume und die Warmwassererwärmung durch Strom kann ganz verzichtet werden.
  • Es versteht sich von selbst, dass sämtliche Heizkörper exakt auf die Raumgröße ausgerichtet sind und über Thermostatventile verfügen, die von den Gruppen selbst eingestellt werden können.
  • Das Wasser wird zentral auf 60° aufgeheizt und dezentral an den Wasserzapfstellen gemischt. Die Temperatur von 60° stellt bei der Reinigung der Küchengeräte die Abtötung sämtlicher Bakterien sicher.
  • An den Duschen ist durch die Thermostatbatterien eine gleichbleibende Wassertemperatur gewährleistet, die jede Person auf ihre Bedürfnisse einstellen kann.
  • In fast allen Räumen werden Leuchtstoffröhren und Energiesparleuchten eingesetzt. In den drei Tagesräumen können darüber hinaus zur besonderen Ausleuchtung Spots zugeschaltet werden. 60% des Strom für die Beleuchtung können dadurch eingespart werden.
  • Ein neuer Elektroherd gibt die Wärme direkt an die Töpfe und Pfannen weiter. Der Austausch sämtlicher Alu-Töpfe mit Unebenheiten in den Böden gegen Edelstahlgeräte ist abgeschlossen.
  • Die Einzelabrechnung des Stromverbrauchs bietet zusätzliche Energiesparanreize für alle Gruppen.

Abfall: In deutschen Haushalten entsteht pro Tag und Bundesbürger fast 1 kg Hausmüll. Die ökologischen und finanziellen Auswirkungen dieser „Müllflut" sind bekannt. Verwertbare Stoffe (Wertstoffe) können nur dann recycelt werden, wenn sie getrennt nach Papier, Glas, sonstige Verpackungen (Wertstoffe), organische Abfälle, Altfett, Sondermüll (z. B. Batterien) und Restmüll entsorgt werden. Viele Abfälle können jedoch gerade im „Großküchenbereich" durch einen umweltbewussten Einkauf vermieden werden.
  • Abfälle werden im Jugendheim getrennt nach Papier, Glas, sonstige Verpackungen (Wertstoffe), organische Abfälle, Altfett, Sondermüll (z. B. Batterien) und Restmüll entsorgt. In allen Räumen befinden sich Abfalleimer für Papier, Verpackungen und Restmüll, im Speiseraum und in der Küche zusätzlich einer für organische Abfälle.
  • Die Abfälle können nur weiterverwertet werden, wenn sie richtig sortiert werden.
  • Das Jugendheim wird auf Wunsch von Spezial-Anbietern für die Gemeinschaftsverpflegung beliefert, die auf unnötiges Verpackungsmaterial verzichten.
  • Auf Einwegflaschen, Dosen und Tetrapacks sollte beim Getränkekauf unbedingt verzichtet werden. Ein Lebensmittel-Markt in Kempenich liefert auf Wunsch Getränke in Mehrwegflaschen an.
Natur und Landschaft: Die Wälder und Wiesen rings um Cassel bieten eine Fülle von Möglichkeiten zu Aktivitäten (Wanderungen, Postenläufe, Geländespiele, Naturbeobachtungen). Die Natur bedarf jedoch des besonderen Schutzes vor dem Missbrauch durch den Menschen. Bei der Planung sämtlicher Aktivitäten in der freien Natur sollten die Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt sowie die Landwirtschaft berücksichtigt werden.